Das Komitee Pro A5-Westast nimmt zur Kenntnis, dass der Alternativvorschlag für die Westumfahrung nicht die benötigte Entlastung bringt und auch die Kostenfolgen kri-tisch sind. Nun gilt es, das Bewilligungsverfahren des vorliegenden Ausführungsprojektes ohne zusätzliche Verzögerungen vorwärts zu treiben. Optimierungspotential or-tet das Komitee im Bereich des Landbedarfs für die Baustelleninstallation.

Der vom Komitee Pro A5-Westast geforderte Fakten-Check hat die Schwächen des Alternativprojektes deutlich zum Vorschein gebracht. Obwohl der Vorschlag umsetzbar ist, bringt er nicht die gewünschten Entlastungen im Verkehr. Namentlich die Bernstrasse, die Aarbergstrasse und die Ländtestrasse würden weiterhin unter der starken Verkehrsbelastung leiden. Dass das Projekt mit wenig Wirkung den Kanton und die Gemeinden finanziell mehr belastet, ist für uns ein weiteres Argument gegen den Vorschlag der Autobahngegner.

Resultat erstaunt nicht
Bereits früh hat sich abgezeichnet, dass die von den Initianten plakativ ins Zentrum gerückten Argumente einem Check nicht standhalten werden. So haben die Projektverfasser von «Westast so besser» bereits heute betreffend Finanzen zurückbuchstabiert.

In einer von ihnen veröffentlichten Publikation wurden ihre Projektkosten bereits um fast eine halbe Milliarde nach oben korrigiert. Dass nun auch die verkehrliche Wirkung des Vorschlags nicht den gewünschten Anforderungen entspricht, beweist, dass das heutige Ausführungsprojekt die bestmögliche Variante für die Westumfahrung darstellt.

Optimierung betreffend Landbedarf
Das Komitee Pro A5-Westast hat immer betont, dass man Verständnis hat für die Befürchtungen während der Bauphasen. In diesem Zusammenhang erwartet das Komitee vom Kanton eine Projektoptimierung namentlich im Bereich der Baustelleninstallation. Ziel muss sein, nur das nötigste an Gebäuden abzureissen, den Platzbedarf der Baustelle auf ein Minimum zu beschränken und möglichst wenige Bäume zu fällen.

Weitere Auskünfte erteilen: Peter Moser, Co-Präsidium Pro A5-Westast, Grossrat Kanton Bern, Tel. 079 206 20 66

 

Medienmitteilung vom 15. Mai 2018 (PDF)


 

Fakten-Check für Vorschlag „Westast so besser“

Medienmitteilung vom 16. November 2017

Das Komitee Pro-A5-Westast fordert von den zuständigen Behörden einen Fakten-Check für den Vorschlag „Westast so besser“. Entsprechende dringliche Vorstösse werden im Grossen Rat des Kantons Bern und im Stadtrat von Biel und  Nidau eingereicht.

Am 7. November 2017 wurde von einem Bürgerkomitee mit grossem publizistischem Aufwand eine Variante der Westumfahrung ohne die beiden Anschlüsse Bienne-Centre und Seevorstadt der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieser Vorschlag soll vom Regierungsrat des Kantons Bern zusammen mit den betroffenen Gemeinden und dem ASTRA einem Fakten-Check unterzogen werden. Dies fordern die Grossräte Peter Moser (FDP Biel), Pierre-Yves Grivel (PLR Bienne), Lars Guggisberg (SVP Kirchlindach) Christian Bachmann (SP Nidau), Jakob Etter (BDP Treiten) sowie Philippe Messerli (EVP Nidau) im Namen des Komitees Pro-A5-Westast in einer überparteilichen dringlichen Motion. Verlangt wird eine Gegenüberstellung des Vorschlages „Westast so besser“ mit dem offiziellen Ausführungsprojekt.

In einem ersten Schritt soll der Vorschlag grob und ohne grosse Kostenfolgen auf seine grundsätzliche Machbarkeit hin geprüft werden. Insbesondere erwarten die Motionäre Auskunft über die verkehrlichen Auswirkungen auf die Stadt Biel und die Region sowie über die bauliche und technische Realisierbarkeit, Kostenfolgen sowie Auswirkungen auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft. In einem zweiten Schritt, wenn eine grundsätzliche Machbarkeit vorliegt, soll die Prüfung vertieft werden. Zudem verlangen die Politiker, dass die Resultate in geeigneter Form der Öffentlichkeit vorgestellt werden.


Augenwischerei oder Alternative?
„Der vorgestellte neue Vorschlag „Westast so besser“ wirbt mit verlockenden Aussagen, die aber genauer unter die Lupe genommen werden müssen“, so die Motionäre. Dies muss nun abgeklärt werden. Zudem muss sichergestellt werden, dass das Bewilligungsverfahren des vorliegenden Ausführungsprojektes nicht unnötig verzögert wird. Die ganze Schweiz und insbesondere die Region wartet auf die Vollendung des Nationalstrassennetzes.


Parallel zum kantonalen Vorstoss wird ebenfalls in den Stadträten von Biel und Nidau ein Postulat mit der gleichen Forderung eingereicht. Verantwortlich zeichnen die Stadträte Peter Bohnenblust (FDP Biel) und Paul Blösch-Althaus (EVP Nidau).

 

Medienmitteilung Fakten-Check für Vorschlag "Westast so besser"

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Medienmitteilung vom 7. November 2017

Die vom Komitee „Westast – so nicht“ vorgeschlagene Alternative bietet keinen gangbaren Weg die Verkehrsprobleme unserer Region zu lösen. Der Vorschlag untermauert vielmehr die Absicht des Gegner-Komitees, den Westast grundsätzlich zu verhindern. Für das Komitee Pro A5-Westast ist dieser Vorschlag ein No-Go auf verschiedenen Ebenen.

Die von den Autobahn-Gegnern vorgeschlagene Variante kann weder als seriöse Alternative noch als konstruktiver Beitrag zu Lösung unseres Verkehrsproblems ernst genommen werden. Ein Verzicht auf den Anschluss Bienne-Centre sowie eine durchgehende unterirdisch geführte Strasse bedeutet eine grundsätzliche Abänderung des generellen Projektes und hätte eine Verzögerung von 10 Jahren zur Folge oder sogar einen Verzicht auf die Schliessung dieser letzten Lücke. Die langjährige Planung würde über Bord geworfen. Zudem wurde die von den Autobahngegnern präsentierte Lösung bereits von der Arbeitsgruppe Stöckli eingehend studiert. Testplanung und eine Zweckmässigkeitsstudie haben gezeigt, dass diese Variante nicht zielführend ist.

Das Komitee A5-Westast unterstreicht noch einmal, dass die Anzahl Anschlüsse, die Zahl der Fahrspuren sowie die Länge der unterirdischen, respektive oberirdischen Strassenführung nicht mehr verhandelbar sind. Diese Abänderungen sind „Killerkriterien“ für das gestützt auf die Erkenntnisse der Gruppe Stöckli und durch den Bundesrat 2014 genehmigte generelle Projekt. „Wir würden wieder auf Feld 1 anfangen oder riskieren eine Null-Lösung. Dieser Vorschlag ist ein Rückschritt und kein Fortschritt und beweist einmal mehr, dass die Autobahn-Gegner an keiner wirklichen Lösung interessiert sind und das Projekt verzögern wollen“ so die Verantwortlichen. Zudem hält das Co-Präsidium fest, dass Optimierungspotential in den Bereichen der städtebaulichen Integration des Bauwerkes, des Enteignungsperimeters oder in der Grösse der Installationsplätze vorhanden ist. „Es geht um Verbesserungen und nicht ums Verhindern!“

Die Bevölkerung und damit auch der Verkehr in der Region Biel-Seeland sind stark angewachsen und werden es auch in Zukunft tun. Es ist eine Illusion zu glauben, dass wir das Verkehrsproblem in den kommenden Jahrzehnten mit halben Lösungen und Umlagerungsutopien in den Griff bekommen werden. Die vom Bundesrat 2014 genehmigte Lösung bringt vielen Quartieren in Nidau und Biel eine grosse Entlastung. Alle anderen Linienführungen wie der Verzicht auf den Anschluss Bienne-City oder eine Deklassierung zur Nationalstrasse 3. Klasse sind weder ernsthafte Alternativen oder durchdachte Lösungen noch tragfähige, wirkliche Kompromisse.

Die A5-Westumfahrung schafft neue Lebensqualität für Bewohnerinnen und Bewohner von Biel, Nidau und den umliegenden Gemeinden. Quartiere werden aufgewertet, Lärm und Schadstoffe reduziert. Zudem schafft der Bau die Möglichkeit zur Gestaltung neuer Lebensräume und auch dank weitgehend unterirdischer Verkehrsführung werden die Bedingungen für Fuss- und Fahrradverkehr verbessert. Über 150‘000 Menschen profitieren von der Realisierung dieses letzten Teilstückes der A5.

Medienmitteilung "Rückschritt statt Fortschritt"